KunstKlangKirche auf der Egg, Zürich-Wollishofen

Der 7. Zürcher Kirchenmusiktag stand ganz unter schwedischem Nordstern: vom Beginn mit dem Stockholmer Kirchen-Musiker Gary Graden bis hin zur Wirtin beim abendlichen Cordon bleu. In gewohnt souveräner Art führte Peter Freitag (Kantor und Organist in der evang.-ref. Kirche Uster) durch das Programm. Schon an dieser Stelle ein grosser Dank an das Organisationsteam: Peter Freitag, Sacha Rüegg (Organist und Kantor, offener St. Jakob, Zürich) und Stephan Fuchs (Kantor und Organist, Zürich Paulus), Daniel Schmid (Projektleiter KunstKlangKirche), ZKMV-Vorstand sowie an die reformierte Landeskirche.

Musikalischer Start

Gary Graden, ein Amerikaner in Stockholm, eröffnete mit einem Warm-up ganz eigener Art. Nach dem gemeinsamen „Sing mit“ suchte er sein Anliegen „wie involviere ich alle ins Singen?“ mit der alten französischen Melodie „Adóro te“ im V. Modus zu erreichen. Dies indem wir zum abwechselnd von den Frauen bzw. den Männern gesungenen Cantus firmus frei in Skalen improvisierten. Es ging darum, gemeinsam einen Sound zu kreieren, mit Stimme und Körper. Gary lebte das Musizieren mit jeder Pore seines Seins uns allen auf eindrückliche Art und Weise vor.

Gary Graden, Stockholm

☆ Improvisation im Chor
☆ Das schwedische Chorwunder und Eric Ericson
☆ «Nattmusik»
☆ Chorprobe

Gary Graden ist eine sehr spannende und inspirierende Persönlichkeit, seine Arbeit in der Stockholmer Kathedrale beeindruckt in vielfältiger Weise. Zuerst ist er ein grossartiger Musiker und Musikant, er musiziert mit jeder Pore seines Körpers. Singen, Tanzen, Dirigieren – alles Eins. Sein musikalischer Horizont kennt kaum Grenzen, weder in Jahrhunderten, noch Stilen, noch Ländern. Wie er Mitmusikerinnen und -musiker ein- und verbinden kann und mit ihnen Projekte konzipiert, verblüfft. Wir freuen uns ausserordentlich mit ihm arbeiten zu dürfen und ihn in Aktion zu erleben!

Bernhard Rothen, Hundwil

«Ross und Reiter warf er ins Meer»: Die Planherrschaft des Pharao und das Gotteslob Israels.
Überlegungen zum kirchenmusikalischen Dienst in den kirchlichen Reformprozessen.

Bernhard Rothen, Pfarrer in Zweisimmen, am Basler Münster und jetzt in Hundwil ist ein pointierter Kritiker der reformierten Kirche, sein letztes Buch "Auf Sand gebaut. Warum die evangelischen Kirchen zerfallen." lädt ein zum Innehalten und Nachdenken, ermutigt zum Auf- und Hinstehen. Wir freuen uns über seinen Beitrag und seine mitreissende Art zu referieren, er wird uns in unserer Arbeit ermutigen!